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NFB Geschäftsbericht: 25 Mio. Euro Bildungs- und Forschungsförderung im Jahr 2017

Neue Projekte: Teacher goes FH als erste Fortbildung für Lehrende der Sekundarstufe II an Fachhochschulen in NÖ, Science Call fördert erstmals Anstellung von DissertantInnen an NÖ Forschungseinrichtungen

(St. Pölten, am 16. Juli 2018) Die NÖ Forschungs- und Bildungsges.m.b.H. (NFB), zuständig für die Förderung und Weiterentwicklung der Forschungslandschaft und des tertiären Bildungswesens in NÖ, veröffentlichte ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2017. Im Rahmen der mit dem Land NÖ abgestimmten Förderungsmaßnahmen flossen € 22.210.698 in die Bildungsförderung und € 2.874.636 in die Forschungsförderung. Das sind in Summe € 2.779.876 mehr als im Vorjahr. Gefördert wurden unter anderem 8.286 FH-Studienplätze, 71 FH-Studiengänge, 3 Stiftungsprofessuren, 513 Stipendien und 3 Wissenschaftspreise. Im Rahmen des Science Calls wurde erstmals die Anstellung von DissertantInnen gefördert. Ein FTI-Call, bei dem die grundlagenorientierte Förderschiene von der NFB geleitet und abgewickelt wird, fördert Projekte zum Thema Digitalisierung. Zudem ist das Programm Teacher goes FH österreichweit das erste, das LehrerInnen in AHS-Oberstufen und BMHS spezielle Fortbildungen an Fachhochschulen in NÖ anbietet.

PR Bild NFB Mag.a Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau von Niederösterreich © LandNÖ
Mag. Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau von Niederösterreich © LandNÖ

„Die NÖ Wissenschaftslandschaft wird konsequent ausgebaut und das tertiäre Bildungswesen weiter gestärkt.“, freut sich Landehauptfrau Johanna Mikl-Leitner. „Projekte,wie Teacher goes FH, unterstreichen die Vorreiterrolle Niederösterreichs in der stärkeren Vernetzung von Forschungseinrichtungen und Bildungswesen. Der Science Call unterstützt Jungwissenschafterinnen und Jungwissenschafter und unterstreicht die Attraktivität des Forschungsstandortes Niederösterreich“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und weiter „Der FTI-Call Digitalisierung richtet sich an alle Wissenschaftsakteure in Niederösterreich und macht Wissenschaft und Wirtschaft somit fit für die Zukunft.“

Forschungs- und Hochschulstandort NÖ: Trend geht steil nach oben

Vergleicht man die wichtigsten Zahlen mit jenen vom Vorjahr, ist ein Wachstum in nahezu allen Bereichen feststellbar. So stieg die Bildungs- und Forschungsförderung um 2,8 Millionen Euro auf insgesamt 25 Millionen Euro an. Die NFB förderte fast 300 FH-Studienplätze und zwei Studiengänge mehr als im Jahr zuvor. Im Bereich der Grundlagenforschung förderte die NFB im Jahr 2017 acht Projekte aus dem Life Science Call 2016 mit insgesamt 2,2 Millionen Euro. Dazu zählten Forschungsprojekte zu Strategien zur Knochenregenerierung, zur Schnellbestimmung von biogenen Aminen und zur Funktion eines bestimmten Proteins bei der Metastasierung von Tumoren.

PR Bild NFB Barbara Schwarz © NÖ Landespressedienst
Mag. Barbara Schwarz, Geschäftsführerin der NFB © NÖ Landespressedienst

Die neue Geschäftsführerin Mag. Barbara Schwarz unterstreicht die hervorragende Arbeit der NFB: „Der Forschungs- und Hochschulstandort NÖ gewinnt stetig an Bedeutung. An dieser Entwicklung ist die Arbeit der NFB maßgeblich beteiligt. Die erstmalig geförderte Anstellung von DissertantInnen im Rahmen des Science Calls und die Rolle der NFB beim FTI-Call „Digitalisierung“ zeigen, dass die NFB die positive Entwicklung mitgestaltet.“

Science Call 2016: erstmals Anstellung von DissertantInnen gefördert

Im Rahmen des Science Calls 2016 wurde erstmals die Anstellung von DissertantInnen an Forschungs- und Bildungseinrichtungen in Niederösterreich gefördert. Mit insgesamt 800.000 Euro konnten 2017 vierzehn DissertantInnen für bis zu drei Jahre in Niederösterreich angestellt werden. Die drei Dissertationen mit dem größten Nutzen für die Allgemeinheit wurden am 26. Juni bei der Veranstaltung „Best of Science Call 2016“ ausgezeichnet. Der erste Platz ging an ein Forschungsprojekt, das Perspektiven für die Früherkennung von Krebs aufzeigt. Auch im Science Call 2017 wird wieder die Anstellung von DissertantInnen in Niederösterreich gefördert. Dafür stehen € 800.000 zur Verfügung.

PR Bild Univ.-Prof. Mag. Dr. Markus Hengstschläger, Vorsitzender des Aufsichtsrates der NFB © Markus Hengstschläger
Univ.-Prof. Mag. Dr. Markus Hengstschläger, Vorsitzender des Aufsichtsrates der NFB © Markus Hengstschläger

Univ.-Prof. Mag. Dr. Markus Hengstschläger, Vorsitzender des Aufsichtsrates der NFB, betont die Bedeutung des Science Calls für die Grundlagenforschung: „Der seit 2009 von der NFB organisierte und jährlich ausgeschriebene Life Science Call hat sich zu einer tragenden Säule der Grundlagenforschung in Niederösterreich entwickelt. Mit dem 2017 bereits zum zweiten Mal ausgeschriebenen Science Call und dem erstmals ausgeschriebenen FTI-Fördercall „Digitalisierung“ wurden 2017 neue Akzente in der Forschungsförderung gesetzt. Die Resonanz zeigt, dass die NFB mit den angebotenen Förderprogrammen den aktuellen Bedarf erkannt hat.“

FTI-Call „Digitalisierung“: 1,2 Millionen Euro für Forschung zum Thema Digitalisierung

Der FTI-Call zum Thema Digitalisierung richtet sich an Projekte der grundlagenorientierten und der angewandten Forschung, wobei die grundlagenorientierte Förderschiene von der NFB geleitet und abgewickelt wird. Gesucht sind neue, innovative Ansätze, Technologien, Verfahren, Produkte, Prozesse oder soziale und ethische Fragestellungen, die mit Digitalisierung im Zusammenhang stehen. Da die Digitalisierung sehr kontrovers diskutiert wird, sind Projekte zu erwarten, die sich dem Thema aus interdisziplinärer Perspektive annehmen.

PR Bild NFB Dr. Petra Bohuslav © Philipp Monihart
Dr. Petra Bohuslav, Landesrätin für Wirtschaft, Tourismus und Sport © Philipp Monihart

„Die Digitalisierung ist heute aus der Wirtschaft, aus der Arbeitswelt und aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. In der Forschung ereignen sich – gerade im Bereich des digitalen Wandels – große Fortschritte, die auch niederösterreichische Wirtschaftsbetriebe gezielt nutzen können. Der Fördercall zeigt, wie wichtig es ist, dass Unternehmen und Forschung zusammenarbeiten, um mit innovativen Lösungen erfolgreich in die Zukunft zu blicken“, sagt Petra Bohuslav, Wirtschafts-Landesrätin in Niederösterreich.

Teacher goes FH als Österreichs erstes Programm mit speziellen Fortbildungen für LehrerInnen an Fachhochschulen

Mit Teacher goes FH richtet sich die NFB an LehrerInnen an AHS-Oberstufen und BMHS und bietet diesen durch spezielle Fortbildungen an den Fachhochschulen in NÖ Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse und -projekte. Die NFB sieht sich dabei als Vermittlerin und Brückenbauerin zwischen LehrerInnen und Fachhochschulen in Niederösterreich. Das neue Fortbildungsprojekt findet in Kooperation mit der PHNÖ (Pädagogische Hochschule Niederösterreich) und der KPH Wien/Krems (Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems) statt.

Ziele des Programms:
• Einblicke in neueste Forschungserkenntnisse und Forschungsmethoden sowie deren praktische Erprobung im Labor oder speziellen Arbeitsräumen
• Eröffnen neuer Blickwinkel für den Fachgegenstand in Verbindung mit konkreten Literaturhinweisen
• Stärkung der Kooperationen zwischen Schulen und Fachhochschulen
• Vernetzung und Austausch zwischen LehrerInnen und Fachhochschulen
• Einblick in den Lehrbetrieb der Fachhochschulen

Im Jahr 2017 wurden 4 Lehrveranstaltungen abgehalten, bei denen 23 LehrerInnen teilnahmen. Im kommenden Wintersemester finden 7 kostenlose Veranstaltungen statt. Eine Nachmeldefrist gibt es von 27.08. bis 17.09.2018.