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Kriegsspuren: Lesung und Diskussion über seelische Kriegsverletzungen von Kindern

Dialog am Stephansplatz: Journalistin und Buchautorin Sabine Bode im Gespräch mit Verena Plutzar und Elena Stadnik am 13. Juni um 18.00 Uhr im Bildungszentrum Stephansplatz der KPH Wien/Krems. Eintritt frei.

Die KPH Wien/Krems lädt am 13. Juni von 18.00 bis 20.00 Uhr zur Lesung und Diskussion mit Sabine Bode zum Thema „Kriegsspuren – Wie seelische Kriegsverletzungen von Kindern über Generationen weiterwirken“ ins Bildungszentrum Stephansplatz. Die Journalistin und Buchautorin führte unzählige Gespräche mit Kriegskindern und Kriegsenkeln und konnte in ihren vielbeachteten Büchern aufzeigen, dass sich kindliche Kriegstraumata oft erst im fortgeschrittenen Lebensalter zeigen. Im Gespräch mit Bode sind Verena Plutzar und Elena Stadnik, zwei Lehrende der KPH Wien/Krems. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen bitte per E-Mal an: brigitte.fischer@kphvie.ac.at

Thema Kriegsspuren hochaktuell

An die Schrecken des Zweiten Weltkrieges erinnern heute nicht nur Mahnmale. Die Spuren des Krieges zeigen sich im Leben vieler Familien bis heute darin, wie Beziehungen gestaltet werden. Was diese Spuren für eine Gesellschaft bedeuten, die glaubt, den Krieg schon lange hinter sich zu haben, ist Teil der Diskussion. „Das Thema ist gerade jetzt wichtig, da Österreich für viele Menschen ein Zufluchtsort vor Krieg und Verfolgung geworden ist“, sagt Stadnik.

Dr. phil. Elena Stadnik, M.A. © Elena Stadnik

Bode beschreibt in ihren Büchern, wie Kriegskinder ihre unbewussten seelischen Verletzungen als Eltern an ihre Kinder weitergeben, so dass auch diese, obwohl lange nach dem Krieg geboren, immer noch an seinem Schrecken teilhaben. „Die Bücher von Sabine Bode ermöglichen, Spuren des Zweiten Weltkrieges in der eigenen Biografie aufzuspüren, auch wenn man lange danach geboren wurde. Sie lassen verstehen, dass der Krieg nicht nur zu der Generation gehört, die ihn kämpft, sondern sich unbemerkt in deren Kinder und Kindeskinder einschreibt. So gesehen, war der Krieg auch schon vor der Invasion der Ukraine Teil der europäischen Realität. Wenn wir darauf nicht achten, übersehen wir Wesentliches für die Gegenwart und die Zukunft Europas“, betont Plutzar.

Mag. Dr. Verena Plutzar, M.A. © Verena Plutzar

Anmeldungen für diese Veranstaltung per E-Mail an: brigitte.fischer@kphvie.ac.at

Die Kirchliche Pädagogische Hochschule (KPH) Wien/Krems ist Österreichs größte Private Pädagogische Hochschule mit sieben Standorten in Wien und Niederösterreich. Das gemeinsame Konzept der Erstausbildung, Fort- und Weiterbildung soll Lehrer:innen in ihren pädagogischen und religionspädagogischen Berufsfeldern bestmöglich qualifizieren und professionalisieren. Im Sinne einer ökumenischen Perspektive fördert und lebt die KPH Wien/Krems die Kooperation der sieben an der Hochschule vertretenen christlichen Kirchen (Katholische Kirche, Evangelische Kirche A. und H.B., Griechisch-Orientalische Kirche, drei Orientalisch-Orthodoxe Kirchen sowie Altkatholische Kirche) bei gleichzeitiger Wahrung der jeweiligen Identität. Auch zwei katholische Diözesen wirken in der KPH zusammen. Zusätzlich kooperiert sie in der Religionslehrer:innenbildung und im Rahmen der Förderung interreligiöser Kompetenzen mit den Freikirchen, der Islamischen Glaubensgemeinschaft, der Alevitischen Glaubensgemeinschaft, der Israelitischen Religionsgesellschaft und der Buddhistischen Religionsgesellschaft. Das breite Lehrangebot der KPH Wien/Krems besteht aus den Lehramtsstudien für die Primarstufe und Sekundarstufe Allgemeinbildung, dem Bachelorstudium Elementarbildung und Kooperationen im Bereich der Religionspädagogik. Darüber hinaus bietet die KPH Wien/Krems ein umfassendes Fort- und Weiterbildungsprogramm, mit Hochschullehrgängen (bis zum Masterabschluss), Fortbildungsveranstaltungen sowie Begleitung bei Schulentwicklungsprozessen. Die KPH Wien/Krems hat derzeit ca. 2.500 Studierende in der Erstausbildung und ca. 1.000 Studierende in Weiterbildungslehrgängen.